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Zum Abnehmen unter's Messer?

Ich werde immer wieder gefragt, ob eine operative Maßnahme zu überlegen ist, wenn alle bisherigen Versuche zum Abnehmen gescheitert sind. Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Für mich persönlich wäre das nicht in Frage gekommen, aber meine Haltung hat natürlich keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.
Operative Maßnahmen können für Menschen geeignet sein, die massiv übergewichtig und bei denen alle bisherigen konservativen Maßnahmen erfolglos geblieben sind, womöglich über viele Jahre hinweg. 
Informationen zu operativen Verfahren gibt es im Internet (einfach nach "operative Verfahren Übergewicht" suchen) - hier können Sie sich schlau machen, was derzeit alles möglich ist, mit welchen Nebenwirkungen und Folgen Sie rechnen müssen. Weiterführende Informationen sollte dann selbstverständlich der Arzt Ihres Vertrauens übernehmen. Denken Sie aber immer daran: Kein chirurgisches Verfahren ist geeignet, Übergewicht ursächlich zu behandeln.

Das weiße Kaninchen

Kürzlich hatte ich eine Dame zur Beratung, die folgenden Wunsch hatte: schnell abnehmen, aber nichts verändern. Weder am Lebensstil, am Essen, noch an der Einstellung zu sich und ihrem Umfeld, noch an irgend etwas anderem. Als ich das dann deutlich ansprach (auch meine "Ohnmacht" in einem solchen Fall), folgte ein Sturm der Entrüstung: Ich würde es mir leicht machen, sie sei enttäuscht, das sei doch keine seriöse Beratung, ich würde ihre Psyche in Bedrängnis bringen ... und vieles andere mehr. 
Beim Abnehmen kann jedoch kein seriöser Coach ein weißes Kaninchen aus dem Hut zaubern. Möglich sind: Motivation, Beratung, Unterstützung, Begleitung. Wer abnehmen will, braucht im Gegenzug eine gute Selbsteinschätzung und den unbedingten Willen zur Veränderung.
Oder anders gesagt: Du veränderst Dein Gewicht, wenn Du an Deinem Leben etwas veränderst. Sonst nicht. Ohne Veränderung keine Veränderung.

Zweierlei Maß

Soeben rief mich eine Leserin meines Buchs an und lies ihrer Empörung 
freien Lauf. Sie hatte sich bei einem Optifast-Zentrum vorgestellt, um 
ihrem Gewichtsproblem endlich zu Leibe zu rücken. Ein wichtiger erster 
Schritt. Auch ist das Programm anerkannt und konzeptionell sicher eines 
des besten (und damit erfolgversprechendsten). Die Krankenkasse der 
Anruferin (eine Ersatzkrankenkasse) sieht bei einem Gewicht von 130 kg 
keinen Handlungsbedarf, diese Bemühungen finanziell zu unterstützen - 
warum auch? Das Gewicht habe sich die Kundin doch selbst ange(fr)essen, 
hieß es seitens der nassforschen Sachbearbeiterin. Das kann man Zynismus, 
aber auch Dummheit nennen, vor allem auf dem Hintergrund des präventiven 
Gedankens. Hier will jemand etwas aktiv tun, um spätere gesundheitliche 
Folgen zu vermeiden - und dann ein solcher Stolperstein. Muss das sein?

Als Sahnehäubchen obendrauf meinte der Optifast-Berater im Gespräch mit 
der potentiellen Teilnehmerin des Programms, er sei der Meinung, die 
Optifast-Kandidaten sollten in jedem Fall einen Teil der Gebühren (gesamt 
immerhin mehr als 3000 Euro im Jahr) selbst bezahlen ... aus 
didaktisch-pädagogischen Gründen ... oder weswegen sonst?! Auch hier wird 
einmal mehr deutlich. Immer, wenn es um Übergewicht geht, wird mit 
zweierlei Maß gemessen. Ich habe noch nie gehört, dass einem 
Alkoholabhängigen bei Leberproblemen zugemutet wird, einen Teil der 
Behandlungskosten - wegen Eigenverschuldens und darum geht es! - selbst zu 
bezahlen. Das Gleiche gilt für Raucher, Sportler, Diabeteskranke und und 
und. Nur bei Übergewichtigen gelten andere Regeln - denn diese sind 
einfach nur undiszipliniert und gehören "bestraft" und "erzogen". Mein 
Tipp: Wer von Krankenkassen diskrimierend behandelt wird, sollte sich an 
den Ombudsmann (Schlichter) für Krankenkassen wenden; der kann klären, ob 
Ihre Ansprüche tatsächlich nicht berechtigt sind und dieser kann auch 
wegen diskrimierenden Verhaltens tätig werden; und wenn jemand von einem 
Therapiezentrum sich mit Bemerkungen wie den genannten "qualifiziert" - um 
den sollte man von Anfang an einen großen Bogen machen. Denn was hier 
durchscheint ist ziemlich unverhohlen Verachtung. Und das haben Sie weder 
nötig noch brauchen Sie derlei!

Derzeit leider keine Einzelcoachingtermine mehr

Wie Sie wissen, coache ich auch Menschen, die allein nicht aus ihrem Ess-Teufelskreis herausfinden. Meine Devise lautet hier: Wenige Kunden, dafür intensive Begleitung und Beratung. Inzwischen ist eine Grenze erreicht - ich kann derzeit keine weiteren Coachees für Individual-  sprich Einzelcoachings mehr annehmen, denn jeder Einzelne hat Anspruch auf maximale Leistung meinerseits. So kann ich derzeit leider nur noch "Notfälle" annehmen, also Menschen, die dringend Hilfe brauchen. Alle anderen bitte ich, sich von Zeit zu Zeit zu melden - ich gebe Bescheid, sobald ich wieder Termine frei habe. Oder aber: Vielleicht finden Sie ja einen Kurs oder einen Vortrag, der Sie interessiert? Schauen Sie einfach nach unter "Kurse".

Kein "Fall" ist hoffnungslos

Heute bekam ich Post von einer Klientin, die in wenigen Monaten bereits 30 Kilo abgenommen hat - Tendenz weiter fallend. Wir freuen uns beide wie Schneekönige, denn das Besondere an dieser Situation ist, dass diese zwar schon mehrfach erlebt wurde (Sie kennen das - auf und ab und wieder auf und ab undsoweiterundsofort), dass sich aber zwischenzeitlich ein Bewusstseinswandel und das unbedingte WOLLEN durchgesetzt haben. Und das bedeutet: Erfolg in Sicht! Es war ein nicht gerader leichter Weg bis dahin, aber steinige Wege kennen wir alle, nicht wahr? Ich will damit sagen: Gleichgültig, was Ihr Umfeld meint oder - noch! - Ihr Unterbewusstsein: Auch Sie können eine dauerhaft gute Wende in Ihrem Leben herbeiführen, auch Sie können das Übergewicht loswerden. Es gibt keinen "hoffnungslosen Fall"! Also, nur Mut!

Vortrag: Der Weg zum erfolgreichen Abnehmen

Am Freitag, den 20. November werde ich ein halbtägiges Seminar halten. Thema: "Das ganzheitliche Abnehmkonzept - für immer leichter und glücklicher leben". Inhaltliche Schwerpunkte: Warum Diäten nichts taugen. Die besten Abnehmkonzepte. Mein Weg. Äußere und innere Veränderungen, die langfristig zum Erfolg führen. Vermeidung von Rückfällen. Erfolgreiches und dauerhaftes Halten des Gewichts. Positive Umprogrammierung unseres Denkes.

Das Seminar wird in München statt finden. Falls Sie Interesse haben, daran teilzunehmen, senden Sie mir bitte ein kurzes E-Mail. Der Preis wird 98 Euro betragen. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt.
Ergänzung: Der Vortrag beginnt um 17 Uhr.

SWR Nachtcafé

An diesem Wochenende wurde die Sendung wiederholt, die am 6. März diesen Jahres erstmals im swr Nachtcafe lief. Thema: Futtern, Fasten, Verzweifeln. Ich war als Talkgast geladen, als "Erfolgsmodell", als Frau, die inzwischen 58 kg abgenommen hat - und das jenseits der 40 (und heute 50). Auch auf die Wiederholungssendung erreichten mich zahllose Zuschriften, für die ich mich an dieser Stelle herzlich bedanke. Ich bin immer wieder gerührt und glücklich, wenn ich sehe, wie mir bislang vollkommen fremde Menschen ihr Vertrauen schenken und mir ihre Herzen öffnen. Ich betrachte dies als wertvolles Geschenk und - ja auch das - als Bestätigung dafür, dass ich auf dem richtigen Wege bin. Gemeinsam mit Ihnen. Denn Handeln bedeutet, sich auf den Weg zu machen. Bisher habe ich allen, die mir geschrieben habe, geantwortet, individuell und ausführlich. Jeder, der sich mir anvertraut, verdient Respekt, Achtsamkeit und Zuwendung. Die Zuschriften habe mich übrigens auch darin bestärkt, neben dem Individualcoaching verstärkt Kurse und Vorträge anzubieten. Schauen Sie einfach immer wieder auf diese Seite, damit Sie über die laufenden Veranstaltungen informiert sind.

Juli 2009

Aus Deutschland und der Schweiz wurde ich mittlerweile mehrfach gebeten, Kurse und Vorträge anzubieten. Nun lässt mir mein Hauptberuf nicht unbegrenzt Zeit dazu, aber ich werde ab September Vorträge und Seminare zum Thema "Abnehmen - im Kontext einer umfassenden Lebensveränderung" anbieten. Mehr dazu demnächst auf dieser Seite.

Übergewicht und Diskriminierung … ein Thema, das mich immer wieder aufregt. So erzählte mir jüngst eine Klientin, dass sie aufgrund ihres zu hohen BMI nicht den Beamtenstatus erlangen konnte. Was nichts anderes bedeutet als: Übergewichtige werden als weniger leistungsfähig, als häufiger krank, als weniger belastbar dargestellt. Im Sinne des neuen Antidiskriminierungsgesetzes ist ein solches Vorgehen übrigens mehr als zweifelhaft. Wer also mit einer solchen Situation konfrontiert wird, sollte prüfen, ob dies auch rechtens ist. Die Chancen in einem solchen Verfahren zu gewinnen, stehen gut.

Juni 2009

Der Erfolg von "Maßlos" – das Buch befindet sich bereits in der 3. Auflage! - hat mich einigermaßen überrascht, habe ich das Buch doch in einem zwar feinen, aber kleinen Verlag ohne großes Werbebudget verlegen lassen. Dieser Erfolg zeigte mit eines ganz klar: Sie stehen mit Ihrem Problem nicht alleine da. Es gibt zahlreiche übergewichtige Menschen, die intelligent, optimistisch, tatkräftig sind – und es dennoch nicht schaffen, abzunehmen. Mit anderen Worten: Dick sein und erfolgreich abnehmen, hat nicht immer etwas mit Verstand zu tun.
Dieses Phänomen bestätigt sich auch auch immer wieder bei meinen Klienten, welche meine persönliche Beratung in Anspruch nehmen. Ich habe es dabei ausschließlich mit gebildeten, Menschen (meist Frauen) zu tun, welche von belastenden äußeren Umständen in das Übergewicht getrieben wurden. Oder aber eine „Geschichte“ mit sich herumtragen, die noch unbewältigt ist.
Die Ursachen sind mannigfaltig, in den seltensten Fällen ist der Grund für das Dicksein Disziplinlosigkeit, was Übergewichtigen ja gerne unterstellt wird. Nur durch die genaue Analyse wird man den Ursachen auf den Grund gehen können und gute Lösungsstrategien erarbeiten können. Und wenn es dann gelingt, so sind dies die schönsten, bewegendsten und folgereichsten Momente für meine Klienten und mich!

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