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Sind wir nicht alle ein bißchen schlank ... im Schlaf?

Nein, ich denke jetzt nicht an die auf "neu" getrimmten Erkenntnisse von Pape & Co. (simple Trennkost ...) oder an Schlankschlafen oder ähnliches, sondern an unsere Träume. Als ich selbst sehr dick war, sah ich mich im Traum nie dick. Ist das nicht ein interessantes Phänomen? Ganz ehrlich: Mir selbst fiel das erst wieder ein, als mich eine Leserin meines Blogs daran erinnerte (danke, liebe Andrea!). Die Verzerrung der Wahrnehmung war zwar auch tagsüber da - so sah ich mich zum Beispiel im Spiegel oder in Schaufenstern nie so dick wie ich eigentlich war -, aber in meinen Träumen war ich immer eine komplett andere, in jedem Fall immer schlank. Wie geht es Ihnen?

Dicke Menschen, dünne Ärzte

Immer wieder höre ich ähnliche Geschichten. Übergewichtige fühlen sich bei (dünnen) Ärzten nicht nur nicht verstanden, sondern sogar gedemütigt und diskriminiert. Ich selbst hatte ja ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich in meinem Buch geschildert habe. Warum ist das so? Weshalb stellen Ärzte die falschen Fragen und glauben, mit mechanistischen Maßnahmen wirklich weiterzukommen? Weil das einfacher ist als sich eingehend mit einem Menschen und seinem (sichtbaren) Problem zu beschäftigen? Wie sind Ihre Erfahrungen?

Abnehmen im März

Nicht nur die Blumen sind als Frühlingsboten unterwegs, sondern auch die Diäten. Keine Zeitschrift derzeit, die nicht die ultimative Diät anpreisen würde. Na ja, wir kennen das Ritual, das sich jedes Jahr erneut in ermüdender Gleichförmigkeit wiederholt und … auch das ist immer dasselbe … keinen langfristigen Erfolg bringt. Deshalb mein Rat: Lassen Sie die Finger von all den wohl meinenden Ratschlägen, die lediglich Geld ins Portemonnai der Betreiber spülen. Bleiben Sie der einzig erfolgreichen, ebenso schlichten wie langfristig angelegten Strategie treu: essen Sie abwechslungsreich und fettarm, essen Sie nur, wenn Sie Hunger haben und kauen Sie langsam und gut, essen Sie nur drei Mahlzeiten und nichts zwischendurch und bewegen Sie sich zwei-, dreimal in der Woche. Und – natürlich – gehen Sie den Ursachen auf den Grund, warum Sie so viel essen müssen. Und dann? Dann klappt’s auch mit der neuen Frühlings“diät“.

Demenz-Risiko durch Übergewicht?

Man ist ja einiges gewohnt, wenn es um die (berechtigten) Hinweise auf die Folgen von allzu viel Gewicht geht (wohlgemerkt: ein moderates Fettpölsterchen schadet nicht, ganz im Gegenteil - auch das ist bewiesen!). Wir wissen alle um die Risiken im Hinblick auf Herz-, Kreislauferkrankungen, Diabetes, orthopädische Probleme und Krebs. Nun haben mehrere wissenschaftliche Studien gezeigt, dass Übergewicht offenbar auch Auswirkungen auf das Gehirn hat: die Lernfähigkeit sinkt, die Hirnmasse schrumpft. So jedenfalls die Forscher. Und das bedeutet vor allem für das Alter eine schlechte Ausgangsbasis: Das Demenzrisiko vervierfacht sich. Was also tun? Es gibt gute Anhaltspunkte, die besagen, dass vor allem die Mittelmeerkost Demenz bremsen kann. Also: Viel Fisch essen, viel Gemüse, viel Obst und Cerealien. Wer dann noch mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Oliven- und Rapsöl) zu sich nimmt und Alkohol möglichst nur in Form von (wenig) Rotwein, der tut sich zweifellos Gutes.

Mais und Pisco Sour

Chile ist ein tolles Land - auch wenn es dort streckenweise so aussieht wie in Bayern und man sich somit die Frage stellt, warum man dafür fast 13 000 km reisen musste ... Es gibt den Pazifik, sagenhaft schöne Vulkane, prächtige Flüsse und Seen, pittoreske Orte, zahlreiche Weingüter, eine Wüste im Norden, Patagonien ganz im Süden - und eine Menge sehr freundlicher und höflicher Bewohner. Und es gibt Mais- und Bohnengerichte sowie Pisco sour. Letzteres ist sozusagen der "Nationaldrink" der Chilenen, den man als Aperitiv zu sich nimmt (vor jedem Essen, versteht sich). So ist man etliche Stunden am Tag überdurchschnittlich gut gelaunt ... Pisco sauer (gemischt aus Tresterbrand, Limonensaft, Puderzucker, Eiswürfel und Eiweiß) schmeckt nicht nur, er macht süchtig und ..., sehr zu meinem Bedauern, er macht sich sofort auf den Hüften breit. Ich musste das bereits nach wenigen Tagen feststellen - vor allem in Kombination mit den deftigen Mais- und Bohnenintöpfen, den in Fett gebackenen Teigtäschchen sowie vielen anderen chilenischen Spezialitäten ist die Auswirkung prompt und spürbar ... Nun musste ich mich entscheiden, da ja direkt im Anschluss an meinen Urlaub die wdr-Sendung (21.2.) anstand (siehe unten): Wollte ich mich in meinem Urlaub kasteien, damit ich in der Talkshow "gut rüberkomme" - oder einfach genießen? Ich habe mich für letzteres entschieden ... und werde die zwei Urlaubskilos wieder schnell  los sein. Ein paar Tage Disziplin, das war's dann schon auch. Aufgefallen sind mir in Chile übrigens die zahlreichen dicken Kinder. Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen scheint sich zu einem globalen Phänomen auszuweiten. Ein Trend, der sorgenvoll werden lässt - und ein Thema, mit dem sich nicht nur Eltern und Schulen, sondern auch die Gesellschaft insgesamt auseinander setzen sollte.

Bin dann mal weg ...

Urlaub muss auch mal sein. In diesem Jahr ist er ein wenig früher als sonst geplant, da es sehr weit weg geht, um genau zu sein: nach Südamerika. Dort werde ich in Kürze für zwei hoffentlich schöne Wochen sein ... danach gibt es wieder neue Einträge. Bis dahin wünsche ich Ihnen allen - das Beste! Angelika Schaller

WDR: Einschalten am 21.2.2010!

Eigentlich ist es nicht meine Art, auf Fernsehsendungen hinzuweisen. Aber am 21.2.2010, 11 Uhr WDR, kann es spannend werden, da es um das Thema "Diskriminierung von Dicken" geht. Ich werde - neben anderen Mitstreitern - Gast in der Sendung sein. Bis dahin also! Angelika Schaller

Danke

Es ist mir ein Bedürfnis, all jenen Menschen gegenüber "danke" zu sagen, die mir Briefe und Mails senden, in denen sie immer wieder zum Ausdruck bringen, wie sehr ihnen meine Geschichte Mut macht. Das berührt mich sehr, denn genau das wollte ich erreichen. Danke auch für Offenheit und Vertrauen, für Lob und konstruktive Kritik, für das Geschenk, in Ihre Herzen blicken zu dürfen. Für mich ist das keineswegs selbstverständlich, sondern ... eine der vielen Formen von Glück. Danke.

Nichts gelernt

Ich stelle fest, dass ich nichts gelernt habe. Immer wieder falle ich auf dieselben Marketingtricks von Zeitschriften rein. Der aktuelle STERN macht mit einer Story auf, die das verspricht, was jeder Diätwütige und Dicke sich wünscht: Die Lösung des Rätsels, warum Abnehmen so schwer ist (dabei ist es so leicht) und was man tun kann, um erfolgreich abzunehmen und dauerhaft schlank zu bleiben. Und dann fängt man an zu lesen - und ist enttäuscht. Nichts Neues auf breiter Front. Warum falle ich also immer und immer wieder rein auf diese Sprüche? Ich sollte es besser wissen ...T

"Dickensteuer" beim Fliegen

Heute las ich in der FAZ, dass sich immer mehr Menschen über dicke Nachbarn im Flugzeug ärgern und fordern, dass diese den Nachbarsitz zusätzlich bezahlen sollen, damit der (schlanke) Nachbar ausreichend Platz hat. In den USA geht man mit den Überlegungen sogar noch weiter: Es wird gefordert, dass jeder Dicke (oder "Fluggast mit Statur", wie es politisch korrekt heisst) sich beim  Checkin in einen Sitzplatz setzt. Kann er den Gurt (trotz Verlängerung) nicht schließen und ist die Armlehne nicht mehr herunterzudrücken, heisst das: zwei Sitze müssen gebucht werden. Bisher wurden nur Gepäckstücke auf ähnliche Weise vermessen ... Was meinen Sie dazu? Angelika Schaller

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