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Demnächst wieder mehr

Die treuen Leserinnen meines Blogs werden schon festgestellt haben, dass es im Moment ein wenig mager mit neuen Einträgen ist. Aber: Ich habe einen guten Grund. Mein Verleger drängt, dass ich mein zweites Buch zum Abschluss bringe (Tipps, Tipps, Tipps ... rund um's Abnehmen) - und ich MUSS das bis Ende Mai geschafft haben, sonst gibt es Ärger ... Ich melde mich also wieder, wenn ich alles hinter mir habe.

Nicht um jeden Preis

Studien belegen glaubwürdig, dass, wer ständig mit einem Minimum an Essen auskommt, deutlich älter wird. Genau da gibt es für mich eine Grenze. Ja, wir sollten abnehmen, damit wir uns besser, wohler und attraktiver fühlen, vor allem aber fitter und gesünder. Nein, wir wollen nicht als zaundürre Zombies durch die Welt laufen, ohne Genuss, ohne gutes Essen, ohne lustvollen Umgang damit. Nicht die Jahre, die wir auf dem Buckel haben, zählen, sondern deren Qualität. So gesehen: Ein Plädoyer für den Schokokuchen (hin und wieder ...)

Finger weg von Pillen!

Schlankheitspillen, Appetitzügler und sonstige Wundermittel sollten Sie meiden. Sie lösen nämlich kein Problem, sondern lassen neue entstehen. Vor allem gesundheitliche. Und: Weder ein operativer Eingriff noch die vielen "happy pills" werden die Ursachen des Essens aufspüren, sondern lediglich die Oberfläche kosmetisch kaschieren. Wer also dauerhaft abnehmen will, sollte die Finger von den Hilfsmitteln lassen. Nachdem es gerade über diesen Punkt sehr viel zu sagen gibt, werde ich ihn in meinem nächsten Buch aufgreifen. Wie sind Ihre Erfahrungen mit Pillen& Co?

Demokratie des Internets

Das Internet ist ein Segen. Aber auch ein Fluch. Segen, weil man in Nullkommanix alles findet, was man sucht und weltweit kommunizieren kann, Fluch, weil die Quellen für so manche Information dubios sind und man schon sehr genau hinschauen muss, wem oder was man Glauben schenken sollte. Ich arbeite gerade an einem neuen Buch, von dem ich hoffe, dass es im Laufe des Sommers erscheinen wird, und weiß, wovon ich rede. Tausend Informationen - doch jede will kritisch begutachtet werden. Unter "Fluch" ordne ich auch ein, dass sich Jedermann unkontrolliert äußern kann. Schauen Sie sich zum Beispiel auf Amazon die jüngsten Kritiken zu meinem Buch an - da verschlägt es einem die Sprache. Nicht, weil hier jemand Kritik übt. Kritik an sich ist eine gute Sache, wenn sie durchdacht ist, konstruktiv und trotz allem motivierend. Kritik regt, wenn sie gut und objektiv ist, an zum Nachdenken, Neuordnen und Bessermachen. Hier aber sind Menschen am Werk, die nichts verstehen, boshaft sind und im Grunde nichts und niemanden respektieren. Sie äußern sich und machen nieder, einfach, weil sie meinen, dass ihnen dies zustünde. Das ist eben die andere Seite der Medaille - und jeder, der das Internet zum Guten nutzt, muss mit diesen dunklen Seiten auch zurecht kommen. Ich gestehe: Ich habe Mühe damit. Und zwar - unabhängig von meinen eigenen Belangen - überall dort, wo es polemisch, unfair und ruppig zugeht. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Anonymität des webs gerade jene aus der Reserve lockt, die sonst nichts zustande bringen im Leben, die sich nur dann aus dem Hinterhalt wagen, wenn es ohne Konsequenzen bleibt. Endlich kann man all jenen, die erfolgreicher sind als man selbst, zeigen, wo es lang geht. Mit einem Klick. Wissen Sie, wie ich das finde? Feige und erbärmlich. Und Sie?

Sind wir nicht alle ein bißchen schlank ... im Schlaf?

Nein, ich denke jetzt nicht an die auf "neu" getrimmten Erkenntnisse von Pape & Co. (simple Trennkost ...) oder an Schlankschlafen oder ähnliches, sondern an unsere Träume. Als ich selbst sehr dick war, sah ich mich im Traum nie dick. Ist das nicht ein interessantes Phänomen? Ganz ehrlich: Mir selbst fiel das erst wieder ein, als mich eine Leserin meines Blogs daran erinnerte (danke, liebe Andrea!). Die Verzerrung der Wahrnehmung war zwar auch tagsüber da - so sah ich mich zum Beispiel im Spiegel oder in Schaufenstern nie so dick wie ich eigentlich war -, aber in meinen Träumen war ich immer eine komplett andere, in jedem Fall immer schlank. Wie geht es Ihnen?

Dicke Menschen, dünne Ärzte

Immer wieder höre ich ähnliche Geschichten. Übergewichtige fühlen sich bei (dünnen) Ärzten nicht nur nicht verstanden, sondern sogar gedemütigt und diskriminiert. Ich selbst hatte ja ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich in meinem Buch geschildert habe. Warum ist das so? Weshalb stellen Ärzte die falschen Fragen und glauben, mit mechanistischen Maßnahmen wirklich weiterzukommen? Weil das einfacher ist als sich eingehend mit einem Menschen und seinem (sichtbaren) Problem zu beschäftigen? Wie sind Ihre Erfahrungen?

Abnehmen im März

Nicht nur die Blumen sind als Frühlingsboten unterwegs, sondern auch die Diäten. Keine Zeitschrift derzeit, die nicht die ultimative Diät anpreisen würde. Na ja, wir kennen das Ritual, das sich jedes Jahr erneut in ermüdender Gleichförmigkeit wiederholt und … auch das ist immer dasselbe … keinen langfristigen Erfolg bringt. Deshalb mein Rat: Lassen Sie die Finger von all den wohl meinenden Ratschlägen, die lediglich Geld ins Portemonnai der Betreiber spülen. Bleiben Sie der einzig erfolgreichen, ebenso schlichten wie langfristig angelegten Strategie treu: essen Sie abwechslungsreich und fettarm, essen Sie nur, wenn Sie Hunger haben und kauen Sie langsam und gut, essen Sie nur drei Mahlzeiten und nichts zwischendurch und bewegen Sie sich zwei-, dreimal in der Woche. Und – natürlich – gehen Sie den Ursachen auf den Grund, warum Sie so viel essen müssen. Und dann? Dann klappt’s auch mit der neuen Frühlings“diät“.

Demenz-Risiko durch Übergewicht?

Man ist ja einiges gewohnt, wenn es um die (berechtigten) Hinweise auf die Folgen von allzu viel Gewicht geht (wohlgemerkt: ein moderates Fettpölsterchen schadet nicht, ganz im Gegenteil - auch das ist bewiesen!). Wir wissen alle um die Risiken im Hinblick auf Herz-, Kreislauferkrankungen, Diabetes, orthopädische Probleme und Krebs. Nun haben mehrere wissenschaftliche Studien gezeigt, dass Übergewicht offenbar auch Auswirkungen auf das Gehirn hat: die Lernfähigkeit sinkt, die Hirnmasse schrumpft. So jedenfalls die Forscher. Und das bedeutet vor allem für das Alter eine schlechte Ausgangsbasis: Das Demenzrisiko vervierfacht sich. Was also tun? Es gibt gute Anhaltspunkte, die besagen, dass vor allem die Mittelmeerkost Demenz bremsen kann. Also: Viel Fisch essen, viel Gemüse, viel Obst und Cerealien. Wer dann noch mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Oliven- und Rapsöl) zu sich nimmt und Alkohol möglichst nur in Form von (wenig) Rotwein, der tut sich zweifellos Gutes.

Mais und Pisco Sour

Chile ist ein tolles Land - auch wenn es dort streckenweise so aussieht wie in Bayern und man sich somit die Frage stellt, warum man dafür fast 13 000 km reisen musste ... Es gibt den Pazifik, sagenhaft schöne Vulkane, prächtige Flüsse und Seen, pittoreske Orte, zahlreiche Weingüter, eine Wüste im Norden, Patagonien ganz im Süden - und eine Menge sehr freundlicher und höflicher Bewohner. Und es gibt Mais- und Bohnengerichte sowie Pisco sour. Letzteres ist sozusagen der "Nationaldrink" der Chilenen, den man als Aperitiv zu sich nimmt (vor jedem Essen, versteht sich). So ist man etliche Stunden am Tag überdurchschnittlich gut gelaunt ... Pisco sauer (gemischt aus Tresterbrand, Limonensaft, Puderzucker, Eiswürfel und Eiweiß) schmeckt nicht nur, er macht süchtig und ..., sehr zu meinem Bedauern, er macht sich sofort auf den Hüften breit. Ich musste das bereits nach wenigen Tagen feststellen - vor allem in Kombination mit den deftigen Mais- und Bohnenintöpfen, den in Fett gebackenen Teigtäschchen sowie vielen anderen chilenischen Spezialitäten ist die Auswirkung prompt und spürbar ... Nun musste ich mich entscheiden, da ja direkt im Anschluss an meinen Urlaub die wdr-Sendung (21.2.) anstand (siehe unten): Wollte ich mich in meinem Urlaub kasteien, damit ich in der Talkshow "gut rüberkomme" - oder einfach genießen? Ich habe mich für letzteres entschieden ... und werde die zwei Urlaubskilos wieder schnell  los sein. Ein paar Tage Disziplin, das war's dann schon auch. Aufgefallen sind mir in Chile übrigens die zahlreichen dicken Kinder. Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen scheint sich zu einem globalen Phänomen auszuweiten. Ein Trend, der sorgenvoll werden lässt - und ein Thema, mit dem sich nicht nur Eltern und Schulen, sondern auch die Gesellschaft insgesamt auseinander setzen sollte.

Bin dann mal weg ...

Urlaub muss auch mal sein. In diesem Jahr ist er ein wenig früher als sonst geplant, da es sehr weit weg geht, um genau zu sein: nach Südamerika. Dort werde ich in Kürze für zwei hoffentlich schöne Wochen sein ... danach gibt es wieder neue Einträge. Bis dahin wünsche ich Ihnen allen - das Beste! Angelika Schaller

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